Archiv der Kategorie 'Kultur'

Tanz der Teufel – Karneval in Boliviens Bergarbeitermetropole Oruro

Der Teufelstanz in Bolivien

In 4000 Metern Höhe wiegen sich schaurige Teufelsmasken hinter den Blaskapellen in einem schweren Takt. In der fünften Jahreszeit gehören die Avenidas der Bergbaumetropole den gehörnten Narren. Karneval in Oruro, dass ist der Publikumsmagnet in Bolivien: Zig-Tausende wollen jedes Jahr das Spektakel sehen.

24 Stunden marschieren die verschiedenen Fraternidades auf: 17 verschiedene Tänze, Carporales, Morenadas oder Tinkus, werden von unzähligen Tanzgruppen dargeboten. Jeder Tanz ist ein Verweis auf den Synkretismus der in Bolivien unter der Herrschaft der Spanier entstand. Im Karneval verschmilzt die christlich-abendländische und die andine Kultur. Luzifer trägt auf den Straßen Oruros zwischen seinen Hörnern die Pachamama: Mutter Erde. Als Schlange oder Kröte lugt sie zwischen den furchteinflößenden Hörnern hervor.

Mein Beitrag auf BR 2 kulturWelt zum Karneval.

Brücken bauen auf der Bühne

Sylvia Fernandez ist weiß und Choreografin für modernen Tanz. Iván Nogales hat eine dunkle Hautfarbe und leitet ein Theater in El Alto. Wegen seiner indigenen Herkunft erlebte Nogales bereits als Kind Tag für Tag Diskriminierung und Ausgrenzung. Sylvia Fernandez kennt die Geschichte von der anderen Seite. Als sie ein Mädchen war, wollte ihre Familie nicht, dass sie mit Indios spielt. In ihren Bühnenarbeiten setzen sich beide auf ihre Weise mit dem kolonialen Erbe im modernen Bolivien auseinander.

Mein Feature bei Tandem (SWR 2) über zwei ungewöhnliche KünstlerInnen in Bolivien vor dem Hintergrund des Wandels.

Afrikas eigene Geschichten

Workshop auf dem Filmfestival 2012

Jedes Jahr im Juli trifft sich auf Sansibar in Stone Town die ostafrikanische Filmszene. Im fünfzehnten Jahr seines Bestehens ist das Zanzibar International Film Festival (ZIFF) als zweitgrößtes Filmfestival südlich der Sahara ein regionales Schwergewicht geworden. 280 Filme werden dieses Jahr bis Sonntag gezeigt, die meisten davon aus dem Osten Afrikas, aus Staaten wie Malawi, Tansania oder Mosambique, aber auch europäische Produktionen sind zu sehen.

Die allabendlichen Screenings in der alten, von arabischen Seefahrern erbauten Festung am Forodhanipark, finden vor der imposanten Kulisse von Sansibars historischem Zentrum statt. Wer Festivalatmosphäre schnuppert, atmet zugleich die Geschichte der Insel. Sansibar ist der Inbegriff der Verschmelzung von Kulturen. Das Archipel vor der Ostafrikanischen Küste war seit jeher Ort des Austauschs und der Begegnung. Das Ambiente ist zweifellos eines der Vorteile des Filmfestivals.

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