Wissenschaft

Sagt nicht so was! Globalität, Rassismus, Hybritität Erkennen, Bewerten, (Fair-)Handeln Pop, Kultur, Diskurs

Strategische Identitäten in der Einwanderungsgesellschaft, wehrhafte Demokratie-Studien und Körperlichkeit in der politische Bildung: Hier interessiert mich die Beziehung des einzelnen Menschen zur symbolischen Matrix des Sozialen als quantitative und komplexe Beziehungsform durch die sich gesellschaftliche Subjekte konstituieren. Normatives Leitmotiv meiner Arbeiten ist eine solidarische Gesellschaft der Vielfalt. Für mich bedeutet wissenschaftliches Arbeiten „sich mit einem realen Problem in der schmutzigen Welt auseinanderzusetzen“. So hat es Stuart Hall in einer Reflexion über die Cultural Studies dereinst genannt. In diesem Wissenschaftsverständnis versteht sich Forschung als kritisches Hinterfragen bestehender gesellschaftlichen Machtbeziehungen und als Generator von Wissen für eine Praxis, die Machtbeziehungen angeht und neue egalitärere soziale Praxen erprobt. Zu den Prinzipien dieser wissenschaftlichen Perspektive gehören Interdisziplinarität, Anschluss an die Praxis und eine kritische Distanz zum etablierten Wissensapparat. Es geht vornehmlich um die Welt außerhalb der Universitätsgebäude, der Tagungsparketts und wissenschaftlichen Zirkel, um das ›echte Leben‹, die Begleitung der Praxis und der Suche nach Möglichkeitsräumen für ein respektvolles Zusammenleben. Hier klicken um meine Publikationsliste zu sehen.


Pädagogik


Radio Free FM Globale Medienwerkstatt Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

Es fing irgendwann in der ersten Hälfte der neunziger Jahre in der schwäbischen Provinz an. Gerade hatten im Norden, Westen und Osten der Republik Häuser gebrannt. In Mölln und Solingen waren zahlreiche Menschen den Mordanschlägen zum Opfer gefallen. Als junger Mensch war ich geschockt von diesen Folgen des erstarkenden Nationalismus nach der Wiedervereinigung. Neben Demonstrationen, politischen Versammlungen und der Organisation von Schutz für Flüchtlingsheimen begannen wir uns mit den Ursachen auseinanderzusetzen und organisierten Veranstaltungen und Seminare. Wenig später organisierte ich für das neu entstehende Freie Radio in Ulm, Radio Free FM, mit anderen MitstreiterInnen gemeinsam die Nachrichteredaktion. Auch hier war es natürlich wichtig, sich fortzubilden. Schließlich war Radiomachen für die meisten neues Terrain. Später während meines Studiums an der Uni Bielefeld organisierte ich politische Bildungsveranstaltungen im Rahmen meiner Arbeit für den AStA und begann meine ersten Schritte als freier Teamer. 2005 gründete ich in Berlin mit einigen KollegInnen die Globale Medienwerkstatt e.V.. Ich arbeitete mit dem offenen Kanal in Berlin und mit dem Landesinstitut für Schule und Medien in Berlin zusammen, realisierte eine ganze Reihe von Projekten, unter anderem konzipierte ich das mehrfach ausgezeichnete Projekt Erlebte Geschichte. Seit 2013 arbeite ich in der Landeskoordination von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage in Berlin


COMPA Berlin e.V.


COMPA ist eine kol­lek­ti­ve Er­fah­rung, die die In­di­vi­du­en stärkt und die Ge­sell­schaft trans­for­miert. Die Ge­mein­schaft ist ein Aus­druck für die Suche nach einem an­de­ren Leben, ein Ver­such, die Vi­si­on einer frei­heit­li­chen Ge­sell­schaft, bei der Teil­ha­be, Ba­sis­de­mo­kra­tie und So­li­da­ri­tät im Zen­trum ste­hen, wie­der­zu­be­le­ben und wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Die Methode ist die körperliche De-Kolonisierung. Träumerische Kunst und rationale Politk verschmelzen. Sachen werden auf den Kopf gestellt, sich aus verschiedenen Perspektiven angesehen und nicht nur rational betrachtet, sondern – ganz wichtig – auch gefühlt. Das alles, ohne esoterisch zu werden, sondern im Bewusstsein dessen, dass Erfahrung immer auch körperlich ist und politische Verhältnisse in unsere Körper eingeschrieben sind.


Solidarität


Ein wichtiger Aspekt meines Lebens und Arbeitens. Wann immer es mir möglich ist, unterstütze ich Projekte und Initiativen, die sich mit ihrem Wirken für ein friedliches und gerechtes Zusammenleben einsetzen und sich gegen Ungerechtigkeiten wehren. Dazu gehört die Unterstützung eines Schulgartens auf Sansibar, um ein kleines Stück die Ernährungssouveränität vor Ort zu verbessern, oder die Unterstützung von Community Radios in Lateinamerika, wie das Netzwerk OFRANEH in Honduras oder das Red Apachita im bolivianischen Hochland.